Burnout erkennen und behandeln

16. Juli 2022

Jeder kennt Situationen von Erschöpfung und "Ausgebranntsein". Wenn dies aber zum Dauerzustand wird, kann sich die seelische Belastung im Laufe der Zeit in körperlichen Beschwerden manifestieren. Bestes Beispiel dafür ist das Burnout-Syndrom, also ein emotionaler, geistiger und körperlicher Erschöpfungszustand, der häufig nach hoher Arbeitsbelastung, Stress oder Überforderung auftritt. Doch wie erkenne ich einen Burnout? Und was kann ich dagegen tun?


Das Phänomen des Burnout ist eine inzwischen weit verbreitete Form starker emotionaler und körperlicher Erschöpfung. Es ist keinesfalls eine "Manager-Krankheit", die nur Stressgeplagte in Leitungsfunktionen heimsucht. Im Gegenteil tritt der Burnout besonders häufig bei Menschen in sozialen Berufen auf, ebenso wie bei Schülern, Studenten und Eltern. Letztlich kann es jeden treffen.

Ein Burnout ist nicht gleichzusetzen mit einer Depression, obwohl sich die Symptome im fortgeschrittenen Stadium kaum mehr unterscheiden lassen. Es beginnt häufig mit einer idealistischen oder perfektionistischen Grundhaltung - gepaart mit einem ausgeprägten Helfersyndrom oder übersteigertem Ehrgeiz. Oft liegt eine große Begeisterung für eine bestimmte Sache zugrunde oder der Wunsch nach Erfolg. Der Betroffene "brennt" für seinen Job, für seine Sache oder sein Projekt. Er möchte etwas bewegen oder beruflich weiterkommen.

Da der Betroffene dabei häufig zu hohe Anforderungen an sich und sein Umfeld stellt, entstehen Frustration und Enttäuschung, weil diese nicht erfüllt werden können. Man zweifelt an der eigenen Leistungsfähigkeit und verzweifelt an der Situation. Es kommt zu einem energiezehrenden inneren Kampf, den der Burnout-Patient führt: unerfüllbar hohe Maßstäbe, hoher Energieaufwand um diese zu erfüllen und die ständige Frustration bei Misserfolg. So wird aus dem "brennen für etwas" ein "ausgebrannt sein".

Ist die Energiereserve schließlich komplett verbraucht, folgt meist totale Erschöpfung. Diese kann sich je nach Ausprägung in Apathie und Lethargie, psychosomatischen Erkrankungen, Aggressivität, Suchterkrankungen oder Depressionen äußern. Hinzu kommen Symptome auf körperlicher Ebene, die jedoch oft unspezifisch sind. So können Schwindelattacken, Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme, Muskelschmerzen und sehr häufig auch Schlafprobleme mit einem Burnout einhergehen.


Machen Sie den Burnout-Test

Fühlen Sie sich schon länger auffallend häufig


  • müde
  • niedergeschlagen
  • körperlich und/oder emotional erschöpft
  • unglücklich
  • abgearbeitet
  • wertlos oder zurückgewiesen
  • gefangen in der aktuellen Situation
  • verärgert oder enttäuscht
  • schwach oder hilflos
  • hoffnungslos
  • ängstlich
  • lustlos in Bezug auf soziale Kontakte


dann könnte dies in der Summe auf einen beginnenden Burnout hinweisen. Wenn gleichzeitig die Themen Optimismus, Zuversicht und Lebensfreude in Ihrer Gedankenwelt dauerhaft keinen Raum mehr finden, sollten Sie diese Symptome unbedingt ernst nehmen.


Die gute Nachricht ist: Wird diese Negativspirale rechtzeitig erkannt, lässt sich der "Energietank" mit entsprechenden Maßnahmen wieder füllen. Positive Effekte können häufig schon mit einer Umstellung von Lebensweise und innerer Einstellung erreicht werden. Das Erlernen von Entspannungstechniken, Gesprächstherapie und pflanzliche Präparate sind weitere wichtige naturheilkundliche Bausteine für Therapie und Prävention. Lassen Sie sich beraten - auch online!



Wichtiger Hinweis

Schwere psychische beziehungsweise psychiatrische Erkrankungen (wie z.B. Psychosen, schwere Depressionen etc.) benötigen eine schulmedizinische Behandlung und Medikation und können in einem naturkundlichen Rahmen allenfalls begleitend behandelt werden. Hier sollten Sie in jedem Fall einen Psychiater, Neurologen beziehungsweise psychologischen Psychotherapeuten aufsuchen.


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