Ayurvedische Tipps für den Sommer
19. Mai 2020
Wir lieben den Sommer! Doch Hitze und Trockenheit haben auch ihre Schattenseiten. Gerade das ohnehin schon feurige Pitta-Dosha bekommt im Sommer schnell Probleme. Zum Glück hat der Ayurveda einige Tipps und Tricks parat, wie Sie mit den besonderen klimatischen Bedingungen des Sommers besser umgehen können.

Wenn es draußen heiß wird, schaltet unser Körper einen Gang herunter. Das körpereigene "Verdauungsfeuer" (Agni) wird reduziert, um nicht noch mehr Hitze zu produzieren. Die Folge: unsere Verdauung wird schlechter, der Appetit nimmt ab, wir werden träge und schlapp. Was auf den ersten Blick Paradox erscheint, leuchtet vor diesem Hintergrund ein: Bei großer Hitze sollten wir Rohkost und eisgekühlte Getränke meiden. Diese sind schwer verdaulich und "löschen" das Verdauungsfeuer zusätzlich. Der Körper benötigt zudem viel Energie, um die eiskalte Nahrung auf eine verwertbare Körpertemperatur zu bringen. Diese Energie fehlt dann an anderer Stelle.
Süß und bitter
Besser wäre im Sommer leichte Kost, wie zum Beispiel warmes (nicht heißes!) gekochtes Gemüse, Suppen und vor allem kühlende Gewürze. Hier bieten sich Anis, Kardamom, Koriander, Fenchel oder Kurkuma an. Auch die eigentlich scharfen Ingwer und Pippali (langer Pfeffer) sind geeignet, denn sie haben zwar einen scharfen Geschmack, aber eine kühlende Wirkung in der Nachverdauung. Insgesamt sollten Sie im Sommer die Geschmacksrichtungen scharf, salzig und sauer vermeiden, denn diese regen Pitta an. Süße, bittere und herbe Nahrungsmittel wirken dagegen kühlend. So ist auch Honig zur Pitta-Besänftigung gut geeignet.
Kein Kaffee, wenig Fleisch
Ein Gemüsereis, gefüllte Paprika oder Nudeln mit grünem Gemüse sind also ein ideales Sommer-Mittagessen. Achten Sie bei der Wahl der Getränke auf Zimmertemperatur. Auch ein Pfefferminztee ist eine gute Alternative. Beim Kaffee sollten Sie auf eine koffeinfreie Variante umsteigen, schwarzen Tee und Alkohol möglichst ganz meiden. Beides regt stark an und trocknet zugleich aus. Mit Fleisch sollten Sie ebenfalls zurückhaltend sein, denn tierisches Eiweiß regt zur Wärmeproduktion an und erhöht das Pitta Dosha.
Cool mit Kokos
Schön im Sommer und ebenfalls kühlend ist die Kokosnuss. Kokosöl ist sowohl zum Kochen als auch zur äußerlichen Anwendung empfehlenswert. Paprika, grüne Bohnen, Gurken, Zucchini oder Brokkoli sind nur einige der geeigneten Gemüsesorten. An Obst sind zum Beispiel Weintrauben oder Papaya zu empfehlen. Sandelholz und Rosen (z.B. als Creme oder Spray) sind ebenfalls Pitta-senkend.
Das richtige Timing
Ayurveda empfiehlt in der heißen Jahreszeit unbedingt, die pralle Sonne zu meiden und großer Hitze wo es möglich ist aus dem Weg zu gehen. Was das heißt, machen die Südländer vor: Idealerweise stehen Sie sehr früh auf und verbringen die Mittagsstunden drin. Wer kann, dehnt die Mittagspause aus und macht ein kleines Schläfchen (10-20 Minuten Maximum - allerdings nicht bei Kapha-Konstitution!). So kann der durch die Hitze häufig etwas schlechtere Nachtschlaf ausgeglichen und die besonders starke Strahlung in der Mittagszeit umgangen werden. Sportliche Outdoor-Aktivitäten wirken sich im Sommer stark Pitta erhöhend aus. Ausnahme bildet das Schwimmen. Wer ohnehin schon eine Pitta-Konstitution hat, sollte also das Tennis-Match lieber in die Abendstunden verlegen - oder am besten direkt ins Schwimmbad oder an den See zum Baden gehen. Langes Braten in der Sonne sollte aber allein schon zum Hautschutz inzwischen wirklich "out" sein.

Weiterbildung muss nicht immer im Seminarraum stattfinden. Immer mehr Menschen entdecken Bildungsurlaube, die Lernen mit Bewegung, Naturerlebnissen und persönlicher Entwicklung verbinden. Besonders beliebt sind Angebote, bei denen die Inhalte während geführter Wanderungen in den Bergen erarbeitet und durch Yoga-Einheiten ergänzt werden. Doch warum lohnt sich ein Bildungsurlaub mit Wandern und Yoga überhaupt? Welche Vorteile haben Arbeitnehmende davon – und warum sollten Arbeitgeber solche Bildungsmaßnahmen unterstützen?

Der Berufsalltag wird für viele Menschen zunehmend anspruchsvoller: Hohe Arbeitsdichte, ständige Erreichbarkeit und die Herausforderung, Beruf und Privatleben in Einklang zu bringen, können langfristig zu Stress und Erschöpfung führen. Umso wichtiger wird es, wirksame Strategien für Gesundheit, Resilienz und nachhaltige Leistungsfähigkeit zu entwickeln. Ein Bildungsurlaub mit den Schwerpunkten Yoga und Ayurveda bietet hierfür eine wertvolle Möglichkeit, neues Wissen zu erwerben und gleichzeitig aktiv etwas für das eigene Wohlbefinden zu tun. Das kommt letztlich nicht nur den Arbeitnehmenden, sondern auch den Arbeitgebern zugute. Deshalb ist das Recht auf 5 Tage Bildungsurlaub pro Jahr als "Zusatzurlaub" inzwischen in fast allen Bundesländern gesetzlich verankert.













