Was ist Akupressur?
Ebenso wie die Akupunktur hat auch die Akupressur ihre Wurzeln in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und ist dort als alternative Heilmethode bekannt. Die Grundprinzipien beider Methoden sind ähnlich. Die feinen Energiebahnen des Körpers, die Meridiane, sollen stimuliert werden. Dadurch soll sich der Energiefluss im Körper verbessern. Dabei arbeitet die Akupunktur mit sehr feinen Nadeln, die tief ins Gewebe eingestochen werden. Akupressur dagegen stimuliert die Energiebahnen von außen. Im Fall der ShaktiMat-Akupressurmatte passiert das durch 6.200 Kunststoff-Spitzen, die auf die Matte aufgenäht sind. Hierauf legt man sich möglichst mit nacktem Rücken. Je nachdem, wie empfindlich, verspannt oder gestresst der Nutzer ist, kann das gerade zu Beginn recht schmerzhaft sein. Aber im Vergleich zur Akupunktur bietet die Matte einen echten Vorteil für alle, die es nicht so mit Nadeln haben.
Mit Schmerzen gegen die Schmerzen
In der beiliegenden Info-Broschüre wird auf das Thema „Schmerzen“ hingewiesen und darauf, dass die Nutzung der ShaktiMat eine gewisse Gewöhnung braucht. Empfindliche Personen sollten die Matte zunächst mit einem dünnen T-Shirt testen, bevor es oben ohne auf die Spitzen geht. Nun war ich auf das Schlimmste gefasst, als ich sie zum ersten Mal nutzte. Doch ich muss sagen: halb so wild. Zwar pieken die Akupressurspitzen zu Beginn doch recht ordentlich, aber ist man über diesen Punkt erstmal hinweg, stellt sich eine tiefe Entspannung ein. Die Haut beginnt zu jucken – ein eindeutiges Zeichen für gute Durchblutung – und wird schon nach kurzer Zeit wohlig warm. Auch nach der Nutzung halten Wärme und Durchblutung noch eine Weile an.
Entspannung auf dem Nagelbett
Tatsächlich schlafen wohl viele Nutzer nach kurzer Zeit auf der Matte ein. Grund: die Akupressur aktiviert das parasympathische Nervensystem, unseren „Entspannungsmodus“. Der Parasympathikus ist auch der Teil unseres vegetativen Nervensystems, der Aufbau und Regeneration unseres Gewebes steuert. Dadurch sind die Anwendungsgebiete breit aufgestellt: von Rückenschmerzen, Fersensporn, Tennisarm oder Schlafstörungen bis hin zur Fibromyalgie empfiehlt der Hersteller die Nutzung der ShaktiMat. Durch den Entspannungseffekt dürfte das Teil aber vor allem für Stress-Patienten eine Wohltat sein. Dazu noch ein bisschen ruhige Musik und ein entspannendes Aromaöl (z.B. Lavendel oder Melisse) und aus den 20 Minuten auf der Matte wird eine echte Verwöhnzeit!
Soziales Engagement
Besonders vorbildlich ist das soziale Engagement des Unternehmens im Produktionsland Indien. Shakti unterstützt seine rund 80 MitarbeiterInnen durch faire Löhne, gute Arbeitsbedingungen und eine ordentliche soziale und medizinische Absicherung. Die Töchter benachteiligter Familien erhalten Schulstipendien. Deshalb sind die Matten auch teurer, als viele Mitbewerber.
Fazit
Als passives Verfahren sind Akupressurmatten sicher kein Allheilmittel. Gerade bei Rückenschmerzen sind regelmäßige Übungen unerlässlich. Aber öfter mal 20 Minuten auf der Matte können eine angenehme Ergänzung des persönlichen Wohlfühlprogramms sein, besonders für Stressgeplagte. Das Gute daran ist, dass es eigentlich keine zusätzliche Zeit benötigt. Eine Akupressurmatte kann im Bett vor dem Schlafengehen oder auf dem Sofa vor dem Fernseher genutzt werden und ist so ein echter Alltagsbegleiter.