Yoga bei ADHS
16. Mai 2021
Yoga ist eine sinnvolle Präventionsmaßnahme, das sehen inzwischen auch die Krankenkassen so. Doch können Yoga und Meditation auch bei ADHS eine sinnvolle Threapieunterstützung bieten? In einer US-amerikanischen Studienauswertung aus dem Jahr 2013 wurde genau diese Frage beleuchtet.
Die medizinische Übersichtsarbeit des Teams um den Psychiater Dr. Meera Balasubramaniam von der Duke University in North Carolina wertete insgesamt 16 Studien aus, in denen die therapeutische Wirksamkeit von Yoga untersucht werden sollte (doi:10.3389/ fpsyt.2012.00117). Dabei wurden verschiedene positive Effekte von Yoga bei ADHS nachgewiesen. Demnach konnte eine 20 Wochen andauernde Yoga-Praxis eine statistisch nachweisbare Verbesserung des Gesamtzustandes der Teilnehmer bei Symptomen wie emotionaler Instabilität, Ruhelosigkeit, Impulsivität sowie Perfektionismus bewirken. Aufgrund dieser Ergebnisse empfahlen Dr. Balasubramaniam und sein Team Yoga als eine ideale Unterstützung bei medikamentösen ADHS-Therapien.
Die USA sind Vorreiter im Bereich der sogenannten Mind-Body Medizin. Entsprechend könnten solche Daten aus den USA zukünftig eine Anwendung und vor allem auch eine Anerkennung solcher Verfahren in Deutschland erleichtern. Im Anschluss an die Veröffentlichung nahmen an einer Expertenrunde des BDY (Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland) der erfahrene Yogatherapeut Joachim Pfahl sowie der bekannte Buchautor und Naturheilkunde-Experte Prof. Dr. med. Andreas Michalsen von der Charité Berlin Stellung zu diesem Thema. Hier wurde erörtert, dass Menschen aus westlichen Kulturkreisen häufig Kontaktstörungen zu ihrem Körper zeigen und eine Wahrnehmung nur noch auf die Verstands- und Gedankenebene reduziert ist.
Dem Einzelnen ermöglicht Yoga, sich wieder mit den tieferen und ruhigeren Schichten in sich selbst zu verankern. Der erste Schritt ist dabei die Wiederherstellung des Körperkontakts und der Körperwahrnehmung. Yoga kann durch seine Kombination aus entspannend-meditativen und körperlich herausfordernden Elementen eine sinnvolle Option sein, um ADHS-Betroffene Kinder und junge Erwachsene zur Ruhe zu bringen. Auch die sehr oft überlasteten und erschöpften Eltern von ADHS-Kindern könnten von Yoga profitieren. Das Fazit des Expertengesprächs: Aufgrund der bisherigen Datenlage in der Forschung, der langen Tradition von Yoga und den belegten psycho-physischen Wirkungen von Yoga, sollte ein Therapieversuch von Kindern und betroffenen Eltern bei ADHS durchaus erwogen werden.
Quelle: Pressemitteilung des BDY aus dem Jahr 2013. Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland e.V. (BDY), Bürgerstr. 44, 37073 Göttingen, Internet: www.yoga.de

Weiterbildung muss nicht immer im Seminarraum stattfinden. Immer mehr Menschen entdecken Bildungsurlaube, die Lernen mit Bewegung, Naturerlebnissen und persönlicher Entwicklung verbinden. Besonders beliebt sind Angebote, bei denen die Inhalte während geführter Wanderungen in den Bergen erarbeitet und durch Yoga-Einheiten ergänzt werden. Doch warum lohnt sich ein Bildungsurlaub mit Wandern und Yoga überhaupt? Welche Vorteile haben Arbeitnehmende davon – und warum sollten Arbeitgeber solche Bildungsmaßnahmen unterstützen?

Der Berufsalltag wird für viele Menschen zunehmend anspruchsvoller: Hohe Arbeitsdichte, ständige Erreichbarkeit und die Herausforderung, Beruf und Privatleben in Einklang zu bringen, können langfristig zu Stress und Erschöpfung führen. Umso wichtiger wird es, wirksame Strategien für Gesundheit, Resilienz und nachhaltige Leistungsfähigkeit zu entwickeln. Ein Bildungsurlaub mit den Schwerpunkten Yoga und Ayurveda bietet hierfür eine wertvolle Möglichkeit, neues Wissen zu erwerben und gleichzeitig aktiv etwas für das eigene Wohlbefinden zu tun. Das kommt letztlich nicht nur den Arbeitnehmenden, sondern auch den Arbeitgebern zugute. Deshalb ist das Recht auf 5 Tage Bildungsurlaub pro Jahr als "Zusatzurlaub" inzwischen in fast allen Bundesländern gesetzlich verankert.













