Abnehmen mit Ayurveda
18. März 2021
Bei Übergewicht liegt aus ayurvedischer Sicht häufig eine Kapha-Störung vor. Wie man Kapha senken und mit Ayurveda abnehmen kann, liest du hier...

Wenn du mit Ayurveda abnehmen möchtest, solltest du deine täglichen Routinen und deine Ernährung in Einklang mit deinem individuellen Prakriti – deiner persönlichen Dosha-Konstitution
– bringen. Die Doshas Vata, Pitta und Kapha sind bei jedem Menschen in individueller Gewichtung vorhanden. Bleibt diese Balance erhalten, gibt es nach der ayurvedischen Sichtweise auch keine Gewichtsprobleme. Um in Balance zu bleiben, musst du also zunächst einmal wissen, welche Gewichtung bei dir vorherrscht bzw. ob bereits eine Störung vorliegt. Dazu empfiehlt sich als Grundlage eine professionelle Konstitutionsanalyse.
Aus einer Giraffe wird keine Ameise – und umgekehrt
Kein Mensch ist wie der andere. Der Ayurveda feiert diese Individualität, weshalb eine gute ayurvedische Therapie für jeden Menschen anders aussieht. Es ist aus ayurvedischer Sicht absolut okay, wenn ein Kapha-Mensch etwas kräftiger gebaut ist als eine zarte Vata-Person oder ein athletischer Pitta-Typ. Handlungsbedarf besteht nur, wenn Doshas im Übermaß im Körper ansammeln und es so zu einer Störung kommt. Im Fall von echtem Übergewicht besteht in der Regel eine Kapha-Störung. Das heißt, das Kapha-Dosha mit seinen dazugehörigen Eigenschaften (träge, zäh, feucht, stabil, kalt, langsam) hat sich im Übermaß und in schlechter Qualität im Körper angesammelt. Natürlich gibt es auch eine Vielzahl anderer, manchmal auch organischer, psychischer oder hormoneller Ursachen, auf die wir aber hier nicht näher eingehen können.
Wie behandle ich Übergewicht ayurvedisch?
Da die Ursachen vielfältig und die Dosha-Gewichtung bei jedem Menschen anders ist, sollte ein ordentlicher ayurvedischer Behandlungsplan immer individuell abgestimmt sein. Aber einige Empfehlungen gelten im Zusammenhang mit einer Kapha-Ansammlung sicher für alle:
1. Warmes Wasser trinken
Warmes, zuvor mind. 10 Minuten lang abgekochtes Wasser ist der Stoffwechsel-Booster des Ayurveda. In kleinen Schlucken den ganzen Tag über genossen, sorgt es für eine Anregung von Agni (Verdauungsfeuer) und hilft Ama (Schlackenstoffe) auszuleiten. Besonders am Morgen, direkt nach dem Aufstehen, ist ein Glas heißes Wasser ein wunderbares natürliches Mittel, um die Verdauung anzukurbeln und den Stuhlgang in Gang zu bringen. Tipp: stellt euch am Abend eine Thermoskanne mit frisch abgekochtem Wasser neben das Bett, so habt ihr am Morgen als erstes direkt trinkfähiges warmes Wasser parat.
2. Essenszeiten und Menge der Konstitution anpassen
Die wichtigste Regel lautet: Nur essen, wenn man wirklich Hunger hat! Das klingt zwar banal, doch Kapha-Konstitutionen neigen dazu, aus Geselligkeit oder Stress zu essen, obwohl sie gar nicht wirklich hungrig sind. Das gilt es unbedingt zu vermeiden. Wer zu viel Kapha hat, darf auch gerne das Frühstück – also das Essen zur „Kapha-Zeit“ des Tages – weglassen oder Intervallfasten praktizieren. Die ideale Menge pro Mahlzeit passt in zwei Hände, die zu einer Schale geformt sind.
3. Warm, scharf und bitter Essen
Eine der Eigenschaften von Kapha ist die Kälte. Daher, und weil warmes Essen einfach leichter verdaulich ist und Agni weniger belastet, sollte zur Kapha-Senkung stets warm und frisch gekocht gegessen werden. Scharfe Gewürze regen den Stoffwechsel an (Vorsicht bei hohem Pitta-Anteil). Frischer Ingwer ist besonders förderlich, gerne auch in heißem Wasser als Tee. Der bittere Geschmack ist stark Kapha-Senkend, fördert Durchblutung und Verdauung. Er regt schon im Mund den Fettstoffwechsel von Leber und Galle an – und gilt sogar als stärkend für das Immunsystem. So sind beispielsweise grüne Blattgemüse oder herbe Früchte gut geeignet. Auch Hülsenfrüchte werden von Kapha-Menschen in der Regel gut vertragen. Milchprodukte und Fette sollten soweit wie möglich reduziert werden und Gerste eignet sich von allen Getreiden am besten.
4. Tagesschlaf vermeiden
Zuviel Schlaf (mehr als 8 Stunden) ist Kapha erhöhend und Tagesschlaf ein No-Go bei Kapha-Störungen. Aus ayurvedischer Sicht muss der Dosha-Eigenschaft der Trägheit entgegengewirkt werden. Das heißt, wir sollten Aktivität fördern und den inneren Schweinehund so oft wie möglich überwinden.
5. Langhana-Yoga praktizieren
In der Yogatherapie nutzen wir spezielle Techniken, um zu „fasten“ (langhana). Dadurch wird Hitze erzeugt, die aber nicht gleichzusetzen ist mit dem Schwitzen beim Joggen oder Fahrradfahren. Es handelt sich vielmehr um eine innere Hitze, die auch das Verdauungsfeuer Agni anregt. Diese wird durch eine ganz bestimmte Atemführung verstärkt.
6. Ayurvedische Kräuter
Die ayurvedische Pflanzenheilkunde Dravyaguna hält einige gute Produkte parat, die Stoffwechsel und Verdauung anregen und so eine Gewichtsabnahme unterstützen können. Allerdings solltest du die Auswahl der richtigen Mittel einem geschulten Ayurveda-Spezialisten überlassen. Die Wirkung der ayurvedischen Heilkräuter ist nicht zu unterschätzen und muss auf dich abgestimmt sein.
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Weiterbildung muss nicht immer im Seminarraum stattfinden. Immer mehr Menschen entdecken Bildungsurlaube, die Lernen mit Bewegung, Naturerlebnissen und persönlicher Entwicklung verbinden. Besonders beliebt sind Angebote, bei denen die Inhalte während geführter Wanderungen in den Bergen erarbeitet und durch Yoga-Einheiten ergänzt werden. Doch warum lohnt sich ein Bildungsurlaub mit Wandern und Yoga überhaupt? Welche Vorteile haben Arbeitnehmende davon – und warum sollten Arbeitgeber solche Bildungsmaßnahmen unterstützen?

Der Berufsalltag wird für viele Menschen zunehmend anspruchsvoller: Hohe Arbeitsdichte, ständige Erreichbarkeit und die Herausforderung, Beruf und Privatleben in Einklang zu bringen, können langfristig zu Stress und Erschöpfung führen. Umso wichtiger wird es, wirksame Strategien für Gesundheit, Resilienz und nachhaltige Leistungsfähigkeit zu entwickeln. Ein Bildungsurlaub mit den Schwerpunkten Yoga und Ayurveda bietet hierfür eine wertvolle Möglichkeit, neues Wissen zu erwerben und gleichzeitig aktiv etwas für das eigene Wohlbefinden zu tun. Das kommt letztlich nicht nur den Arbeitnehmenden, sondern auch den Arbeitgebern zugute. Deshalb ist das Recht auf 5 Tage Bildungsurlaub pro Jahr als "Zusatzurlaub" inzwischen in fast allen Bundesländern gesetzlich verankert.













