Was ist ayurvedische Ernährung?
5. April 2021
Im traditionellen Naturheilkundesystem des Ayurveda ist die Ernährung der wichtigste Eckpfeiler. Damit liegt die mehr als 3.000 Jahre alte indische Medizin voll im Trend. Doch was ist eigentlich ayurvedische Ernährung genau? Geht es um bestimmte Lebensmittel, Gewürze oder die Zubereitungsweise? Wir klären auf ...

„Lass die Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung!“ Das wusste schon Hippokrates. Auch im traditionellen indischen Naturheilkundesystem des Ayurveda ist die Ernährung der wichtigste Eckpfeiler. Und auch die Schulmedizin hat inzwischen einen Zusammenhang zwischen Ernährung und verschiedensten Erkrankungen anerkannt. Eine Therapie kann oftmals mit passender Ernährung zumindest sehr positiv unterstützt werden. Das wird nicht nur immer wieder durch wissenschaftliche Studien nachgewiesen, sondern auch durch Medien-Formate wie „Die Ernährungs-Docs“ und viele Buch-Neuerscheinungen zum Thema deutlich (z.B. „Mit Ernährung Heilen“ von Prof. Dr. Andreas Michalsen).
Wie das gesamte System des Ayurveda setzt auch dessen Ernährungslehre auf Individualität. Jede Konstitution, jedes Ungleichgewicht und damit auch jede Erkrankung benötigt eine auf sie zugeschnittene Ernährungsweise. Damit ist klar: DIE ayurvedische Ernährung gibt es eigentlich nicht. Vielmehr müssen die Speisen für die betreffende Person in der jeweiligen Situation zur jeweiligen Tages- und Jahreszeit geeignet und damit verträglich sein. Dabei geht es nicht nur um eine Verträglichkeit in Bezug auf den Magen-Darm-Trakt und den Stoffwechsel. Auch Geist und Seele sollen durch die richtigen Nahrungsmittel gestärkt und geklärt werden.
Die typgerechte ayurvedische Ernährungsweise berücksichtigt:
• die persönliche Konstitution (Doshas)
• eventuelle Störungen
• körperliche und geistig-emotionale Aspekte
• das Alter des Menschen
• die aktuellen Tages- und Jahreszeiten
Ist ayurvedische Ernährung gleich indische Küche?
Nein! Grundsätzlich spielt es keine Rolle, ob mediterran, indisch oder chinesisch gekocht wird. Es geht um die Qualitäten, Geschmacksrichtungen und die Wirkung im Organismus. Natürlich: Der Ayurveda ist ein System aus dem altindischen Kulturkreis. Daher werden in den ayurvedischen Schriften Kräuter, Gewürze und Nahrungsmittel erwähnt, die hier verfügbar waren. Doch die Grundprinzipien der ayurvedischen Ernährung lassen sich auf jedes Lebensmittel anwenden. Wichtig ist die Erkenntnis, dass die Wirkung desselben Lebensmittels bei jedem Menschen zu jeder Tages- und Jahreszeit anders sein kann. Beispielsweise wirkt Ingwer erhitzend und ist somit speziell zum Ausgleich für die kühlen Vata- und Kapha-Naturen geeignet, besonders im Winter. Kardamom dagegen ist nach ayurvedischer Sichtweise ein leicht kühlendes Gewürz, das sich besänftigend auf das Pitta-Dosha auswirkt. Ein Ayurveda-Experte kennt die Zusammenhänge und kann eine für die jeweilige Konstitution passende Nahrungsmittelliste aufstellen. So ist Ernährung gezielt für die Gesundheit auf die jeweilige Konstitution anwendbar - das ist das Geheimnis der ayurvedischen Ernährung.
Nein! Grundsätzlich spielt es keine Rolle, ob mediterran, indisch oder chinesisch gekocht wird. Es geht um die Qualitäten, Geschmacksrichtungen und die Wirkung im Organismus. Natürlich: Der Ayurveda ist ein System aus dem altindischen Kulturkreis. Daher werden in den ayurvedischen Schriften Kräuter, Gewürze und Nahrungsmittel erwähnt, die hier verfügbar waren. Doch die Grundprinzipien der ayurvedischen Ernährung lassen sich auf jedes Lebensmittel anwenden. Wichtig ist die Erkenntnis, dass die Wirkung desselben Lebensmittels bei jedem Menschen zu jeder Tages- und Jahreszeit anders sein kann. Beispielsweise wirkt Ingwer erhitzend und ist somit speziell zum Ausgleich für die kühlen Vata- und Kapha-Naturen geeignet, besonders im Winter. Kardamom dagegen ist nach ayurvedischer Sichtweise ein leicht kühlendes Gewürz, das sich besänftigend auf das Pitta-Dosha auswirkt. Ein Ayurveda-Experte kennt die Zusammenhänge und kann eine für die jeweilige Konstitution passende Nahrungsmittelliste aufstellen. So ist Ernährung gezielt für die Gesundheit auf die jeweilige Konstitution anwendbar - das ist das Geheimnis der ayurvedischen Ernährung.
Ayurvedische Ernährungsregeln für alle Doshas:
- Möglichst frisch gekochte, warme Speisen essen.
So können die Nährstoffe besser aufgenommen und die gesamte Nahrung besser verstoffwechselt werden.
- Achten Sie auf die Jahreszeiten.
Nutzen Sie regionale, saisonale Produkte, welche die Qualitäten der jeweiligen Jahreszeit ausgleichen (z.B. wärmendes im Winter, kühlendes im Sommer).
- Mittags die Hauptmahlzeit essen.
Das entspricht der ayurvedischen „Tagesuhr“, da zur Mittagszeit unser Verdauungsfeuer am stärksten ist. Morgens und abends möglichst nur leichte Kost.
- Qualitativ hochwertige Zutaten einkaufen.
Vermeiden Sie industriell verarbeitete Lebensmittel und chemische Zusatzstoffe, verwenden Sie keine Lebensmittel aus Dosen.
- Kleine Portionen.
Das Essen einer Mahlzeit sollte idealerweise in beide Hände passen, die zu einer Schale geformt sind. Zuviel Nahrung auf einmal behindert den Verdauungsvorgang.
- Keine Getränke zu den Mahlzeiten, besonders keine kalten.
Das „löscht“ das Verdauungsfeuer Agni. Besser ist abgekochtes warmes Wasser oder ungesüßter Kräutertee über den Tag verteilt.
- Stress-Essen vermeiden.
Lassen Sie sich Zeit beim Essen, kauen Sie gut, kein Lesen oder Fernsehen zu den Mahlzeiten. Auch Streitgespräche oder Diskussionen beim Essen wirken sich ungünstig auf die Verdauung aus.
- Nur bei echtem Hunger essen.
Der Hunger zeigt an, dass die letzte Mahlzeit vollständig verdaut wurde. Erst dann kann sich der Körper um neue Nahrung kümmern.
- Alle Geschmacksrichtungen verwenden.
Nutzen Sie für jede Mahlzeit süße, saure, salzige, scharfe, bittere und herbe Geschmäcker. Dadurch erreichen Sie eine optimale Balance.
- Unverträgliche Lebensmittelkombinationen beachten. Manche Lebensmittel sind in bestimmter Kombination sehr ungünstig für den Organismus. Eine Übersicht dieser ayurvedischen „No Go’s“ finden Sie hier.
Als Heilpraktikerin und medizinische Ayurveda-Spezialistin erstelle ich gerne einen individuellen ayurvedischen Ernährungsplan für Sie (auch als Online-Sprechstunde möglich). Hier geht’s zur Terminvereinbarung.

Weiterbildung muss nicht immer im Seminarraum stattfinden. Immer mehr Menschen entdecken Bildungsurlaube, die Lernen mit Bewegung, Naturerlebnissen und persönlicher Entwicklung verbinden. Besonders beliebt sind Angebote, bei denen die Inhalte während geführter Wanderungen in den Bergen erarbeitet und durch Yoga-Einheiten ergänzt werden. Doch warum lohnt sich ein Bildungsurlaub mit Wandern und Yoga überhaupt? Welche Vorteile haben Arbeitnehmende davon – und warum sollten Arbeitgeber solche Bildungsmaßnahmen unterstützen?

Der Berufsalltag wird für viele Menschen zunehmend anspruchsvoller: Hohe Arbeitsdichte, ständige Erreichbarkeit und die Herausforderung, Beruf und Privatleben in Einklang zu bringen, können langfristig zu Stress und Erschöpfung führen. Umso wichtiger wird es, wirksame Strategien für Gesundheit, Resilienz und nachhaltige Leistungsfähigkeit zu entwickeln. Ein Bildungsurlaub mit den Schwerpunkten Yoga und Ayurveda bietet hierfür eine wertvolle Möglichkeit, neues Wissen zu erwerben und gleichzeitig aktiv etwas für das eigene Wohlbefinden zu tun. Das kommt letztlich nicht nur den Arbeitnehmenden, sondern auch den Arbeitgebern zugute. Deshalb ist das Recht auf 5 Tage Bildungsurlaub pro Jahr als "Zusatzurlaub" inzwischen in fast allen Bundesländern gesetzlich verankert.













