Ayurvedische Ernährungstipps: Unverträgliche Nahrungsmittel-Kombinationen

13. Februar 2020

Das Thema Ernährung spielt im Ayurveda eine Schlüsselrolle. Denn nur aus den Dingen, die wir zu uns nehmen, kann später auch Gewebe (Dhatu) gebildet werden. Damit das geschieht, muss die Nahrung allerdings zuvor ordentlich verstoffwechselt werden – sonst entstehen schädliche Stoffwechselschlacken (Ama). Dazu wiederum ist ein funktionierendes Verdauungsfeuer (Agni) nötig. Aber auch bestimmte Lebensmittelkombinationen können zur Ansammlung von Ama führen und sollten unbedingt vermiedenwerden. Hier die wichtigsten „No Go’s“ der ayurvedischen Ernährung ...


Frisches Obst mit Getreide und Milchprodukten
Für viele mag es eine Überraschung sein, aber das vermeintlich gesunde morgendliche Müsli mit Milch oder Joghurt und Obststücken ist aus ayurvedischer Sicht unverträglich. Demnach führt diese Kombi zur Ansammlung von Ama im Körper, Gärungsprozesse können Blähungen und ein unangenehmes Völlegefühl provozieren. Besser: Obst in etwas Wasser dünsten, Kompott oder eine pflanzliche Milch-Alternative verwenden. Optimalerweise sollte man den Verzehr von rohem Obst und Kuhmilchprodukten zeitlich trennen (mind. zwei Stunden Abstand).

Warmes Essen, kalte Drinks
Der große Becher eiskalte Cola zum Burger-Menü ist eine denkbar schlechte Idee. Aber auch zu jedem anderen heißen Essen sind kalte Getränke (oder andere kalte Lebensmittel) aus ayurvedischer Sicht sehr ungünstig. Der Körper ist damit beschäftigt, die kalten Bestandteile auf eine gut verdaubare Körpertemperatur zu bringen – und kann in dieser Zeit keine anderen Verdauungsprozesse erledigen. Dadurch beginnt die Nahrung, die schon im Verdauungstrakt liegt und auf ihre Weiterverarbeitung wartet, zu gären. Das führt zu Verdauungsproblemen und es entsteht Ama. Daher sollte man direkt vor, nach und während den Mahlzeiten maximal etwas Tee oder heißes Wasser trinken sowie kalte und heiße Speisen nicht kombinieren.

Milchprodukte kombinieren 
Milch sollte grundsätzlich nicht mit salzigen oder sauren Lebensmitteln, Fleisch, Fisch, Knoblauch, Blattgemüse, Senf oder Bananen kombiniert werden. Immer nur ein tierisches Eiweiß pro Mahlzeit! So lautet die eindeutige Empfehlung des Ayurveda. Milch und Fleisch bzw. Fisch im gleichen Gericht sind also nicht günstig – es fördert die Entstehung von Ama. Cordon Bleu, Rührei mit Speck oder geschnetzeltes in Sahnesoße sind also unverträgliche Kombinationen. Doch glücklicherweise gibt es ja pflanzliche Alternativen!

Frisches Obst als Nachtisch
Rohe Früchte werden im Gegensatz zu Fetten, Proteinen oder Kohlenhydraten recht schnell verdaut. Nur etwa eine halbe Stunde dauert es, bis beispielsweise ein Apfel den Magen passiert hat. Allerdings verdauen wir grundsätzlich die Nahrung in der Reihenfolge, in der wir sie zu uns nehmen. Essen wir also frisches Obst nach einer schwer verdaulichen Mahlzeit, so bleibt das Obst unnötig lange im Verdauungstrakt und beginnt zu gären. Die Folge: Blähungen und andere Verdauungsbeschwerden. Daher gilt im Ayurveda: Nachtisch first – besonders, wenn es sich um frische Früchte handelt. Wie oben schon erwähnt wird eigentlich sogar empfohlen, rohes Obst stets separat in zeitlichem Abstand zu den gekochten Mahlzeiten zu verzehren. 

Sonstige ungünstige Kombinationen
Fisch sollte nicht mit Bananen, Buttermilch oder Joghurt kombiniert werden. Eier vertragen sich nicht mit Käse, Milch, Joghurt, Melone, Obst oder Kartoffeln. Wichtig ist auch, dass vor jeder Mahlzeit die vorhergehende verdaut wurde. Denn ansonsten entsteht ebenfalls Ama!

Als Heilpraktikerin und medizinische Ayurveda-Spezialistin erstelle ich gerne für Sie einen auf Ihre Konstitution abgestimmten Ernährungsplan. Hier geht's zur Terminvereinbarung. 

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