Anleitung zur Gehmeditation
4. September 2019
Eine schöne Möglichkeit, im Herbst und Winter an die frische Luft und damit an Tageslicht zu kommen, ist die Gehmeditation. Denn glücklicherweise funktioniert Meditation nicht nur im stillen Kämmerlein. Gehmeditation wird gerne bei längeren Meditations-Retreats in den Tagesablauf eingebunden, um Rückenschmerzen durch zu langes Sitzen vorzubeugen. Allerdings ist Gehmeditation nicht einfach nur langsames spazieren gehen ...

So wie wir uns bei der Meditation im Sitzen beispielsweise auf die Bewegung der Bauchdecke bei der Atmung konzentrieren, richtet sich die Achtsamkeit bei der Gehmeditation zu jeder Zeit auf der Bewegung der Füße. Der Vorgang des Gehens wird sozusagen in seine kleinsten Bestandteile zerlegt und mit dem Geist verfolgt. Das kann grober beginnen und mit der Zeit immer feiner werden.
So funktioniert's:
Auf einer geraden Gehstrecke von 20-25 Schritten hält man den Blick etwa 1-2 Meter vor den Füßen auf den Weg vor sich gesenkt. Das kann ein Wald- oder Spazierweg sein oder auch ein längerer Flur oder ein großer Raum. Allerdings dürfen wir den Blümchen am Wegesrand oder kleinen Tierchen auf dem Weg keine Beachtung schenken. Die innere Aufmerksamkeit sollte zu Beginn auf die Fußsohlen gerichtet sein. Zunächst den Ablauf eines Schrittes wahrnehmen: Ferse heben, Fußballen und Zehen heben, Fuß nach vorne durch die Luft führen, Ferse aufsetzen, restlichen Fuß aufsetzen. Im Unterschied zum normalen laufen beginnt der andere Fuß erst dann sich zu heben, wenn der erste Fuß wieder vollständig auf der Erde angekommen ist. Wie bei jeder anderen Meditationsform, ist hierbei die Herausforderung, nicht mit den Gedanken abzuschweifen, sondern ganz beim Meditationsobjekt zu bleiben. Es kann helfen, kurz stehen zu bleiben und von neuem zu beginnen, wenn man bemerkt, dass man plötzlich mit den Gedanken ganz woanders ist. Das passiert am Anfang ständig. Da heißt es: geduldig weiter üben!
Wichtige Grundregeln für jede Art von Meditation:
- Entschlusskraft aufbringen, jetzt zu meditieren, sich vollständig darauf einlassen. Es gehört eine gute Portion Willen dazu, einen unruhigen Geist zur Ausrichtung auf ein einziges Objekt zu bringen. Das geht in der Regel nicht mal eben zwischendurch, sondern benötigt einen festen Vorsatz und einen vorgegebenen zeitlichen Rahmen.
- Meditation hat viele positive Wirkungen. Doch es ist wichtig, sich während der Praxis nicht auf das Resultat zu konzentrieren oder sich ein bestimmtes Resultat vorzustellen. Besser ist es, offen zu sein für jede Art von Ergebnis - oder besser gesagt Erfahrung - aus der Meditationspraxis. Also stets ohne Erwartungen meditieren!
- Freude entwickeln am meditieren! Wie alles im Leben fällt auch die Meditation wesentlich leichter, wenn sie mit Freude erlebt wird. Auch eine leicht anregende Yogapraxis kann helfen, um nicht einzunicken oder bei Müdigkeit wieder in die Gänge zu kommen. Held, Kobra oder Schulterbrücke sind belebende Basis-Asana, die zu jeder Zeit und fast überall praktiziert werden können. Am besten ist es, sich vom für Einzelunterricht qualifizierten Yogalehrer ein individuelles Programm zusammenstellen zu lassen, das zu den jeweiligen gesundheitlichen Voraussetzungen und Zielen passt.

Weiterbildung muss nicht immer im Seminarraum stattfinden. Immer mehr Menschen entdecken Bildungsurlaube, die Lernen mit Bewegung, Naturerlebnissen und persönlicher Entwicklung verbinden. Besonders beliebt sind Angebote, bei denen die Inhalte während geführter Wanderungen in den Bergen erarbeitet und durch Yoga-Einheiten ergänzt werden. Doch warum lohnt sich ein Bildungsurlaub mit Wandern und Yoga überhaupt? Welche Vorteile haben Arbeitnehmende davon – und warum sollten Arbeitgeber solche Bildungsmaßnahmen unterstützen?

Der Berufsalltag wird für viele Menschen zunehmend anspruchsvoller: Hohe Arbeitsdichte, ständige Erreichbarkeit und die Herausforderung, Beruf und Privatleben in Einklang zu bringen, können langfristig zu Stress und Erschöpfung führen. Umso wichtiger wird es, wirksame Strategien für Gesundheit, Resilienz und nachhaltige Leistungsfähigkeit zu entwickeln. Ein Bildungsurlaub mit den Schwerpunkten Yoga und Ayurveda bietet hierfür eine wertvolle Möglichkeit, neues Wissen zu erwerben und gleichzeitig aktiv etwas für das eigene Wohlbefinden zu tun. Das kommt letztlich nicht nur den Arbeitnehmenden, sondern auch den Arbeitgebern zugute. Deshalb ist das Recht auf 5 Tage Bildungsurlaub pro Jahr als "Zusatzurlaub" inzwischen in fast allen Bundesländern gesetzlich verankert.













